Ein hoher Praxisanteil in unseren Schulungen ist immens wichtig, um die Wirksamkeit richtiger Ladungssicherung zu demonstrieren und einen nachhaltigen Lerneffekt zu erreichen.
Deshalb setzen wir auf Fahrversuche mit Lkw und ungesicherter und gesicherter Ladung. Solche Tests sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Schulungen und tragen maßgeblich zur Sicherheit im Straßenverkehr bei.

Bei diesen Fahrversuchen werden zwei IBC nebeneinander auf der Ladefläche abgestellt. Der eine IBC ist gefüllt mit 200 Liter Wasser und der andere mit 500 Liter. Diese stehen etwa mittig nebeneinander auf dem Fahrzeug und im Anschluss wird eine Vollbremsung bei etwa 30 km/h durchgeführt. Diese Fahrversuche werden dreimal durchgeführt – zuerst ohne jede Ladungssicherung, dann mit ein wenig Ladungssicherung durch reibwerterhöhende Matten, zuletzt mit voller Ladungssicherung. Was sind die jeweiligen Ergebnisse?
Die beiden IBC rutschen einfach nebeneinander und nahezu gleichzeitig in Richtung Stirnwand. Wann sich eine Ladung in Bewegung setzt, hat rein gar nichts mit dem Gewicht der Ladung zu tun. Ausschlaggebend ist allein die Reibung – also die Materialpaarungen, die aufeinandertreffen. Sie entscheidet darüber, wann sich die Ladung in Bewegung setzt. In diesem Fall handelte es sich um Kunststoff auf Siebdruckboden, also um eine Kombination mit relativ geringem Reibwiderstand.
Bei diesem Fahrversuch wurden rutschhemmende Matten als reibwerterhöhende Materialien eingesetzt, weitere Hilfsmittel jedoch nicht verwendet. Die Ergebnisse fielen dabei unterschiedlich aus:
In manchen Fällen rutschen die IBCs ein Stück nach vorne und gleiten von den Matten herunter. In anderen Situationen kippen sie sogar nach vorne um. Dies geschieht, wenn die Matte versucht, die Behälter zu halten, während die Schwallbewegung der Flüssigkeit im Inneren die IBCs nach vorne kippen lässt.
Bei vollständiger Ladungssicherung besteht kein Risiko. In diesem Fall wurden Antirutschmatten und Sperrbalken verwendet, um einen formschlüssigen Halt zu gewährleisten. Dadurch ist die Ladung auf einfache und praktikable Weise gesichert.
Optimal wäre es noch, zusätzlich den Hubwagen richtig zu sichern. 😉
Fazit:
Immer wieder erleben wir bei solchen Fahrversuchen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Schulungen den berühmten Aha-Effekt.
Die Überraschung ist jedesmal groß, welche Maßnahmen sich in welcher Weise auswirken.
Zwei Dinge sollte man sich immer vor Augen führen:
Übrigens: Geballtes Wissen zu Ladungssicherung erfahren die Teilnehmenden unserer Seminare. Schauen Sie in den Überblick zu unseren aktuellen Lasi-Schulungen und die Termine der Seminare, die in diesem Jahr noch folgen. Auch zu den Themen Gefahrgut, Qualitätsmanagement etc. gibt es regelmäßig spannende Weiterbildungsangebote.
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